SVG Team noch in der Findungsphase
Mit 0:3 (18:25;19:25;24:26) verliert die SVG Lüneburg Ihr erstes Saisonspiel gegen die TSGL Schöneiche. Am Ende war das Ergebnis deutlicher als der Spielverlauf, aber dennoch verließ Schöneiche als verdienter Sieger das Feld.
Der SVG Lüneburg, die mit Brýs, Utermöhl, Binsch und Römer in der Startaufstellung gleich vier Neuzugänge aufbot, fand jedoch zunächst gut in das Spiel und konnte sich schnell eine 7:4 Führung im ersten Satz erarbeiten. Durch zwei Annahmefehler und zwei vergebene Angriffe waren die Lüneburger aber nicht in der Lage diesen Vorsprung aufrecht zu erhalten und sahen sich bei der ersten technischen Auszeit einem 7:8 Rückstand ausgesetzt. Nach dieser Auszeit setzte der gut aufgelegte Schöneicher Mittelblocker Kevin Meusel mit einer gewaltigen Sprungaufschlagserie den Lüneburgern stark zu und als der Rückstand der SVG bereits auf sechs Punkte angewachsen war, schien der erste Satz bereits entschieden. Zwar konnte die SVG in der Folge Ihr Spiel stabilisieren, doch ein sehr starkes Schöneicher Sideout unterstützt durch schwache taktische Aufschläge auf Seiten der Lüneburger, ließen einen Satzgewinn nicht zu.
Und auch im zweiten Satz war keine Besserung in Sicht. Mit guten Aufschlägen setzten die Schöneicher Lüneburgs Aussen-/Annahmespieler weiter unter Druck und die Lüneburger Aufschlagproblematik verstärkte sich weiterhin. Zusehends wurde deutlich, dass sich das neu formierte Lüneburger Team auf dem Feld erst noch finden muss. Noch nie unter Wettkampfdruck in der 2. Budnesliga getestet, musste SVG Coach Homeyer mehrmals wechseln, um eine an diesem Tage stabile erste sechs zu finden. Folgerichtig ging der zweite Satz auf Grund einer zu hohen Anzahl an Eigenfehlern mit 19:25 an die Gäste. Die wiederum taten das, was ein ambitioniertes Zweitligateam auszeichnet: Eine so gut wie nicht vorhandene Eigenfehlerquote und konstante Angriffe ließen die SVG zunächst nicht zurück in Spiel kommen.
Ein anderes Bild zeichnete sich dann im dritten Satz des Spieles ab. Urbatzka und Utermöhl brachten nun Ihre Sprungaufschläge und auch die übrigen SVGler schlugen nun deutlich besser auf. In der Folge entwickelte sich ein offener Schlagabtausch und endlich konnte auch die SVG dem hohen Niveau der Gäste paroli bieten. Packende Ballwechsel, knappe Schiedsrichterentscheidungen und eine endlich wachgerüttelte SVG boten phasenweise sehr guten Bundesligavolleyball. Ohne das sich ein Team jemals wirklich gut absetzen konnte, ging es in die so genannte"Crunch-Time", also die Zeit in der Spiele entschieden werden. Hier konnten die Schöneicher sich zunächst auf 22:19 absetzen ohne dabei jedoch die Moral der SVG brechen zu können. Durch eine Auszeit und eine gute kämpferische Leistung gelang es der SVG den Rückstand wett zu machen und mit 24:23 in Führung zu gehen und sich einen ersten Satzball zu erspielen. Nach einem spektakulären Sprungaufschlag von Oliver Utermhöhl, bei dem es zunächst so aussah, als ob der Ball von den Armen des Schöneicher Annahmespielers direkt an die Decke gehen würde, berührte der Ball diese jedoch nicht und die Schöneicher wehrten diesen Satzball doch noch ab.
Zwei nicht genutzte Sideoutchancen der Lüneburger und zwei Angriffe des gut aufgelegten Diagonalspielers Wenzel von der TSGL Schöneiche besiegelten die erste Saisonniederlage für die SVG.
Was bleibt ist die Erkenntnis, dass die TSGL Schöneiche mit Sicherheit eines der Topteams in der Liga stellen wird und sich die SVG von dieser Auftaktniederlage nicht entmutigen lassen wird. Nach einer hoffentlich kurzen Findungsphase wird die SVG auch zukünftig Spiele gegen solche Teams offener gestalten können.
Mit einem Auswärtsspiel am kommenden Sonntag in Lindow erwarten die Lüneburg in zwei Wochen mit dem TSV Bayer Leverkusen den Titelverteidiger und Topfavoriten auf den Titel in der 2. Bundesliga Nord.
Und auch Lindow hat durch zahlreiche Neuverpflichtungen deutlich aufgerüstet und führt somit dazu, dass die SVG gleich zu Beginn der Saison gegen die Favoriten der Liga spielen darf.
Wir bedanken uns an dieser Stelle recht herzlich bei 510 Zuschauern und freuen uns auf unser nächstes Heimspiel, bei dem hoffentlich der erste Satzgewinn oder gar Sieg gefeiert werden darf.








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