Nach toller Anfangsphase folgt katastrophaler Einbruch
Wie stark Volleyball von der Psyche geprägt sein kann, offenbarte das Lüneburger Team am gestrigen Samstag bei der Niederlage gegen den USC Braunschweig (0:3).
Zu Beginn des Spieles brillierten die Lüneburger mit einer unglaublichen Souveränität und konnten sich speziell durch gute Angriffs- und Blockpunkte von Christian Schulz eine 8:1 Führung erarbeiten. Gegner Braunschweig hatte zu diesem Zeitpunkt bereits beide Auszeiten genommen und wenn man den Gesetzen des Volleyballs folgt, lässt sich kein Team der zweiten Liga solch einen Vorsprung mehr nehmen.
Doch nach der technischen Auszeit beim Stand von eben 8:1 gab es einen unerklärlichen Bruch im Spiel der Lüneburger. Die Braunschweiger, welche bisher nur durch Ihre Anwesenheit glänzen konnten, schienen nun zu merken, dass auf der gegnerischen Seite mit der SVG ein Gegner zu Gast war, gegen den man ohne den nötige Siegeswillen das Feld auch als Verlierer verlassen kann.
In der Folge stabilisierte sich das Spiel der Braunschweiger und durch eine Mischung aus Annahmefehlern und guter Verteidigung auf der Braunschweiger Seite stand es nunmehr 9:9. In diesem Moment ist wohl auch in den Köpfen der Lüneburger eine Blockade eingetreten. Man konnte zwar den ersten Satz noch sehr offen gestalten, doch lief man den zwei Breaks die man beim Stand von 14:16 verloren hat, bis zum Ende Stand von 23:25 hinterher.
Im zweiten und dritten Satz musste sich dann auch noch Jannis Koch dem Aufschlagdruck der Braunschweiger beugen. So musste er nahezu jeden Ball annehmen, ob Floater oder Sprungaufschlag, die Braunschweiger hatten Koch als feste Anspielposition herausgepickt. Auf Grund der Verletzungen im SVG Team kam Pascal Bahlburg so zu seinem Bundesligadebüt und machte seine Sache gut, doch mit seinen 17 Jahren kann von Ihm nicht erwartet werden, eine Wende einzuleiten.
Auf der anderen Seite verfügten die Braunschweiger jedoch mit Marten Ahlborn über einen der wohl besten Zuspieler der zweiten Bundesliga. Trotz seiner kleinen Körpergröße glänzte Ahlborn immer wieder mit seiner Athletik und Dynamik. Im Zusammemspiel mit USC Mittelblocker Patrick Stellfeld hatte man so ein Duo, welches an diesem Abend schwer zu stoppen war. Die hohe Fehlerquote der Lüneburger und der größtenteils überforderte Block trugen an diesem Abend Ihren Teil zu der deutlichen Niederlage bei.
Nachdem man den zweiten Satz mit17:25 verloren hatte, wollte man zwar im dritten Satz noch einmal alles riskieren, doch symptomatisch begann dieser Satz mit einem verschlagenen Aufschlag der Lüneburger und einem schnellen Vier Punkte Rückstand, dem man stets hinterherlief. Die Braunschweiger mussten also nur noch Ihr Spiel durchziehen und hatten auch bei schlechten Annahmen mit Philipp Massberg einen Spieler, der mit einer unglaublich konstanz zu Punkten vermochte und seinen Anteil zum dritten Satzerfolg (19:25) beitragen konnte und somit auch zum Sieg der Braunschweiger.
Für die Lüneburger bleibt nur die bittere Erkenntnis, dass man in den nächsten zwei Wochen hart arbeiten muss, um im Spiel gegen Essen eine Chance auf einen Sieg haben zu können.








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