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2010
Feb
22

SVG hat Klassenerhalt wieder fest im Blick

Eine der wohl ausgeglichensten 2. Bundesligen in den letzten Jahren lässt auf eine hochspannende Schlussphase im Kampf sowohl um die Meisterschaft als auch um den Abstieg hoffen. Gleich vier der fünf ausgetragenen Partien am vergangenen Samstag gingen über die volle Distanz von fünf Sätzen. Lediglich Liga Primus Bayer 04 Leverkusen konnte sich deutlich durchsetzen.

Diese knappen Spiele sind für die Lüneburger momentan Segen und Fluch zugleich. Zwar konnte man sich in einem an Spannung wohl nicht zu überbieten Spiel gegen den VC Olympia Berlin nach 120 Nettospielzeit mit 3:2 (25:23, 29:27, 24:26, 18:25,22:20) überraschend durchsetzen, doch getrübt wurde die Freude von einer weiteren Überraschung: Dem Sieg der Adler aus Kiel über Meisterschaftsanwärter TSV Giesen/Hildesheim.

Natürlich überwiegt nach dem Sieg der SVG über Berlin natürlich die Freude auf Seiten der Lüneburger. Selten in der Rückrunde war man in der Lage, die Annahme und das Aufschlagspiel so konstant zu halten. Hinzu kamen Berliner die wohl nie an Ihre starken Leistungen aus den Vorwochen anknüpfen konnten.

Die ersten beiden Sätze waren jedoch zunächst knapper als es eigentlich nötig gewesen wäre. Durch druckvolles Aufschlagspiel war das Spiel der Berliner zunächst berechenbar und es konnten sich eigene Punktchancen aus der Abwehr erabreitet werde. Deren Umsetzung,mit Abstrichen, jedoch immernoch stark verbesserungswürdig war, was dazu führte, dass man sich nie entscheidend absetzen konnte. Das Glück schien jedoch an diesem Tage auf Seiten der Lüneburger zu liegen und so hatten die Berliner in der entscheidenden Phase mit Ihren eigenen Nerven zu kämpfen. Speziell Jannis Koch und Lars Pickbrenner konnten mit guten Angriffsspiel überzeugen und waren auch durch gelegentliche Fehler nicht zu entmutigen.

Auch im dritten Satz deutete zunächst nichts auf einen Satzverlust hin, ehe Berlin mit einer guten Aufschlagserie die Lüneburger Abwehr dermaßen unter Druck setzte, dass die SVG einem 5 Punkte Rückstand hinterlaufen musste. Man kämpfte sich zwar noch einmal gut heran, doch in diesem Satz behielten die Berliner verdientermaßen die Oberhand.

Im darauf folgenden vierten Durchgang zeigten die Berliner um Hauptangreifer Stefan Drößler erstmals warum Sie bisher mit Leverkusen die Rückrundentabelle angeführt haben. Starke Kombinationen aus dem Hinterfeld und erstmalig gute Aufschläge setzten die Lüneburger dermaßen unter Druck ,dass man sehr schnell einem hohen Rückstand ausgesetzt war. Die eingewechselten Jonathan Ficht und Jannes Klee konnten diesen auch nicht mehr wett machen, erhielten jedoch von Coach Malte Homyer das Vertrauen im entscheidenden Tie Break.

Dieses sollte sich später bezahlt machen, Ficht und Klee konnten durch gute Blockarbeit zwar keine direkten Punkte erzielen, hielten damit jedoch immer die Bälle im Spiel. nach einem 8:9 Rückstand und guten Punktchancen deutete alles auf einen spannenden Showdown hin, doch mit drei Aufschlagfehlern und zwei Breaks auf Seiten der Berliner sah man sich wie schon im Hinspiel einem 12:14 Rückstand ausgesetzt und musste zunächst Satz- und Matchbälle abwehren. Durch eine unglaubliche kämpferische Leistung gelang dieses, doch die Berliner ließen nicht locker, erkämpften sich Matchball drei und vier, die wiederum von den Lüneburgern abgewehrt worden sind. Nun gelang den Lüneburgern sogar ein Break und man hatte selber die ersten Matchbälle. Beim Stand von 20:20 wurde es dann kurios. In der wohl spannendsten Phase des Spieles entschied der 1. Schiedsrichter zunächst auf Punktgewinn für Berlin um seine Entscheidung wenige Augenblicke korrekterweise zurückzunehmen. Nach Hinweis des zweiten Schiedsrichters entschied er auf Übertritt eines Berliner Spielers aus dem Hinterfeld. Den folgenden Matchball vergab dann der Top-Scorer der Berliner und somit auch die tragische Figur des Spieles Stefan Drößler mit einem Angriffsschlag ins aus.

Nach dem Schlusspfiff kannte der Jubel bei der SVG keine Grenzen mehr und führte zu einer ausgelassenen Siegesfeier.

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