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2010
Mär
13

Kampf um den Klassenerhalt angenommen

Ein 3:2 - Krimi ( 25:16; 20:25; 22:25; 26:24;15:11) hat die 1.Herren beim direkten Tabellennachbarn SV-Warnemünde erkämpft. Die lange Reise von Freitagnachmittag bis Samstagnach (um 1.30 Uhr war der vollbesetzte Bus wieder in Reppenstedt) hatte sich für alle Mitfahrer gelohnt. Zwar standen für das Spiel auf dem Feld 12 Spieler zur Verfügung aber die Lüneburger hatten sich einen lautstarken, nie ermüdenden 13 "Spieler" mitgebracht. Von Beginn an nahmen die SVG-Begleiter ( ca. 30 Fans) die Anfeuerung auf und ließen die Warnemünder Halle erbeben. Wie in besten Heimspielzeiten schien die SVG 265 km von der Gellersenhalle ein Heimspiel auszurichten. Sichtlich beeindruckt kam der Gegner im 1.Satz auch gar nicht ins Spiel. Statt harter Aufschläge machten die langsamen, stark flatternden Aufschläge, vor allem Janis Jäger  punktete mehrfach hintereinander, der Annahme der Warnemünder zu schaffen. Der leichte Satzgewinn verführte aber wohl doch dazu an eine schnelle Heimreise zu denken. Die Warnemünder wußten aber auch worum es an dem Abend ging und kamen über ihre sehr starken Mittelangreifer immer besser ins Spiel. Dieser Schnellangriff konnte nur allzuselten geblockt werden. Trotz der lautstarken Unterstützung ihres 13.Mannes konnten die Lüneburger sich nicht mehr behaupten. Der Verlust der Sätze 2 und 3 ließ Schlimmes erahnen. Zwar brach das Team niemals ein, fand aber nicht die richtigen Mittel und ließ sich in den entscheidenden Phasen auf unnötige Diskussionen über Schiedsrichterentscheidungen ein. Die beiden Schiedsrichter hatten aber einen souveränen Tag und ließen sich von der Spannung beider Teams nur wenig mitreißen. Sie lagen in vielen ihrer Entscheidungen richtig. Ohne diese Diskussionen wäre schon in Satz 3 mehr drin gewesen. Die Lüneburg Fans schienen aber zu keiner Zeit an dem Sieg ihres Teams zu zweifeln. Im 4.Satz kam dann der Auftritt des Jens Möhring. Statt der von ihm gewohnten Kracher über die Diagonale zeigte er seinen Mitspielern wie schmerzhaft für den Gegner auch gelegte Bälle sein können. Konsterniert schauten die Warnemünder drein als statt des gewohnten Angriffs der Lob lang im Feld auf ihrer V landete. Es war eh der Satz der "Alten". Hinten organisierte der Trainer selbst die Annahme und der ehemalige "Leitwolf" zeigte seinen jungen Mitspielern wie man den Gegner richitg auf die Nerven gehen kann. Nicht die überragenden spielerischen Mittel von Jens und Malte waren es sondern deren ordnende Ruhe auf dem Feld. Für die überragenden Angriffe und Annahme stand ja noch Jannis Koch auf dem Feld. Der machte sich selber ein großes Geburtstagsgeschenk. Trotz der ständigen Belastung durch gezielte Aufschläge fand er immer wieder den erfolgreichen Abschluß. Der 4.Satz hatte höchstes Niveau. Beide Mannschaften ließen zu keiner Zeit nach. Mit ungebeugten Siegeswillen stzten sich die SVG-Herren 26:24 durch. So mußte der 5.Satz entscheiden. Wie Malte Homeyer schon vor dem Spiel angekündigt hatte war sein Vertrauen in die mentale Stärke seines Teams vollauf berechtigt. Da begann beim Spielstand von 3:4 mit einem brachialen Sprungaufschlag von Jannis Koch. Kamen die Aufschläge bis dahin geflowtet so schlug auf einmal ein Kracher ein den der Annahmespieler nur noch an die Decke abwehren konnte. Das war das erste Break des Satzes. Hellwach wurden nun alle Bälle, besonders die die vorher unerreichbar vom Block abprallten, verteidigt und dem Gegner ins Feld geschlagen. Natürlich spielte auch ein wenig Glück mit und ließ die Warnemünder verzweifeln als ein schon scheinbar erfolgreicher Angriff von Jens für alle überraschend so abgewehrt wurde, daß er beim Gegner reinfiel. Die Lüneburger Fantribüne bebte und feierte die SVG-Herren  in den Matchgewinn.

Die Fahrt hat sich gelohnt. Beide Mannschaften zeigten ein hochspannendes und niveauvolles Spiel. Schade für die Warnemünder, daß sie selbst in eigener Halle kein Heimspiel hatten. Die SVG kann es schaffen. Die Spieler und Fans haben alles gegeben. Noch sind mehrere Siege möglich. Zwei Heimspiele ( USC Braunschweig am 20.03 + TSV Germania Windeck am 10.04) sowie das letzte Spiel am 17.04 in Kiel könnten den Klassenerhalt ermöglichen. Wenn auch der "13.Mann" dabei ist, ist alles machbar. Und heute überrascht ihr alle und besiegt Giesen/Hildesheim. Viel Glück

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