SVG muss unnötigerweise zittern - Abstieg am grünen Tisch?
Die SVG begann das Spiel zunächst nervös und lediglich Per-Ole Schneider und Jannis Koch schienen im ersten Satz Ihre Normalform zu haben. Folgerichtig, musste man sich im ersten Satz deutliche mit 19:25 geschlagen geben.
Ein komplett anderes Bild dann im zweiten Satz. Eine sehr schwache Annahme- und Angriffsleistung der Kieler führte zu einem deutlichen Satzgewinn der Lüneburger, die nun insgesamt eine sehr ansprechende Leistung boten. Auch im dritten Satz war ein Sieg lange Zeit möglich, lediglich eine Phase in der man fünf den kielern fünf Punkte in Folge zugestehen musste führte zu einem Rückstand, der leider nicht mehr aufzuholen war.
Der vierte Satz verlief wiederum ähnlich zu dem zweiten Satz. Druckvolle Aufschläge von Janis Jäger, gute Angriffe von Koch, Schulz und l. Pickbrenner, liessen den Kielern in dieser Phase keine Chance.
Und so ging es dann auch im alles entscheidenden Tie-Break weiter. Die Kieler schienen mental nicht mehr mithalten zu können und so musste beim Stand von 9:6 der Kieler Zuspieler Blumtritt seinem Vertreter weichen. Was dann geschah, ist für alle Beteiligten unerklärlich ein katastrophaler Einbruch in der Annahme ließ die Kieler diesen Satz und somit noch das Spiel mit 15:10 gewinnen. Angeheizt von den gut 450 Zuschauern, darunter 80 frenetischen Lüneburgern, war dieser Satz wohl einer der emotionalsten und spannendsten der ganzen Saison.
Leider mit dem bitteren Ende für die Lüneburg, welche nun noch um den Kassenerhalt zittern müssen, der ganz entscheidend von der Insolvenz des VF Franken in der ersten Bundesliga abhängt.
Es ist bedauernswert, dass es auf Grund des stattgegebenen Protestes des VC Franken, doch drei Absteiger aus der zweiten Bundesliga geben kann.
Dabei stellt sich die Frage, ob die SVG nun ausbaden muss, was an anderer Stelle schief gegangen ist. Denn der VC Franken wurde aus der Meisterschaft in der ersten Bundesliga ausgeschlossen und müsste somit als Regelabsteiger in die 2. Bundesliga Süd feststehen. Wenn diese Entscheidung der DVL nicht rechtens gewesen sein sollte, kann es nun eig. nicht sein, dass andere Teams die Konsequenzen dafür tragen müssen. Denn mit einer weiteren Lizenz für die Frankener in der ersten Bundesliga, beginnt die Wettbewerbsverzerrung bereits dort. Plötzlich würden statt einem Team doch zwei Teams der Playdownrunde absteigen, wobei der VC Bottrop dieser Runde nur dadurch entgehen konnte, dass dem VC Franken vorzeitig die Lizenz entzogen worden ist. Somit ist ein erheblicher Nachteil für die verbliebenen Teams der Playdownrunde entstanden.
Der SVG Lüneburg bleibt zunächst nichts anderes übrig, als abzuwarten. Sie wird jedoch alle Satzungen prüfen, um auch im nächsten Jahr Bundesligasport bieten zu können.








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