SVG muss Fehler abstellen
Landeszeitung vom 18.09.2009:
Die Nervosität ablegen, sich an Neuerungen gewöhnen, die Zuschauer für sich gewinnen, aus Fehlern lernen: Unter diesen Voraussetzungen verlief für die Volleyballer der SVG Lüneburg die Premiere auf der Bühne 2. Bundesliga. Jetzt geht es für den Neuling darum, am morgigen Sonnabend (20 Uhr) im zweiten Heimspiel in Folge Mitaufsteiger SV Lindow/Gransee in der Reppenstedter Gellersenhalle zu bezwingen.
"Die Stimmung ist trotz der Auftaktniederlage positiv. Wir haben uns vor allem über unsere Fehler geärgert, mit denen wir es Schöneiche zu leicht gemacht haben", gibt Trainer Thomas Hähl das Meinungsbild aus der Mannschaft wider. Die sah sich trotz des 0:3 im Optimismus bestätigt, in der Klasse mithalten zu können. Zumal die Gäste, die oben mitmischen wollen, über die SVG urteilten: "Lüneburg hat in derAnfangsphase aller drei Sätze auf Augenhöhe mitgespielt."
Jetzt geht es darum, diese Leistung noch konstanter abzurufen und dafür mehr als nur Lob zu bekommen. "Ich bin ziemlich sicher, dass wir die begangenen Fehler nicht wiederholen werden", ist Hähl zuversichtlich und konkretisiert: "Wir hatten zu viele Aufschlagfehler, Missverständnisse im Zusammenspiel und schlecht ausgeführte Angriffe." An all dem wurde im Übungsbetrieb dieser Woche verstärkt gefeilt.
Im Gegensatz zu den Lüneburgern weiß Mitaufsteiger Lindow noch nicht, wo er steht, war zum Auftakt spielfrei. Und da die Brandenburger gerne pokern, Neuigkeiten vor der Konkurrenz verbergen und deshalb auch ihre Homepage kaum pflegen, ist über sie wenig bekannt. Durchgesickert ist aber, dass ihr fast unverändertes Team Zuwachs durch die Youngster Lars Flüggen und Toni Hellmuth bekam. Beide sind aber durch ein Doppelspielrecht auch für Erstligist SCC Berlin gemeldet.
"Die werden noch brauchen, bis sie da reinwachsen", geht Hähl von einem Gegner mit aus der Relegation im vergangenen Mai bekannten Gesichtern aus. Damals ragten die Diagonalangreifer Josep Härtig und Hannes Goertz heraus. Von damals weiß Hähl aber auch noch: "Bei Lindow fangen die Nerven an zu flattern, wenn sie unter Druck gesetzt werden. Die werden sich noch an die Relegation erinnern, als sie schon 0:2 zurücklagen, und deshalb mit Respekt antreten. Diesen Respekt haben wir aber auch, in der 2. Liga gibt es keine Spaziergänge. Aber wir sind in der Lage, dieses Spiel für uns zu entscheiden, vor allem, wenn uns die Fans wieder so phantastisch unterstützen." Dafür kann der Coach personell aus dem Vollen schöpfen.








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