Wenige Zentimeter fehlen zur Glückseligkeit
Zwei Matchbälle sollten in der Partie zwischen der SVG Lüneburg und der DJK Delbrück nicht genug sein, um die Sensation zu schaffen und den Tabellenersten der 2. Bundesliga Nord zu besiegen.
336 Zuschauer sahen in den ersten beiden Sätzen einen Verlauf des Spieles mit dem so wohl keiner gerechnet hatte. Nach knapp einer Stunde Spielzeit konnte sich die SVG Lüneburg über eine 2:0 Satzführung freuen , nachdem man das Team aus Delbrück in den ersten beiden Sätzen jeweils deutlich mit 25:19 schlagen konnte.
Grund hierfür waren ein sehr unsicherer Spielaufbau der Delbrücker, welcher zu einem großen Teil durch die im Vergleich zur Vorwoche stark verbesserten Aufschläge der Lüneburger geschuldet war.
So zog die SVG zunächst ein sehr variables Spiel auf, bei dem speziell die Aussenangreifer Jannis Koch und Lars Pickbrenner eine phänomenale Angriffsquote vorzuweisen hatten.
Auch im dritten Satz deutete alles auf einen 3:0 Sieg der Lüneburger hin. Sah man sich zunächst noch einem 15:17 Rückstand ausgesetzt, wandelte Christian Schulz mit einer spektakulären Sprungaufschlagserie diesen in eine 18:17 Führung um. Diese Führung konnte bis zum Satzende gehalten werden und so sah man sich beim Stande von 24:22 dem ersten Matchball ausgesetzt, bei dem sich Jannis Koch leider nicht durchsetzen konnte.
Der zweite Matchball war dann an Dramatik nicht mehr zu überbieten. Es verteidigten die Delbrücker spektakulär, und kamen zu dem Aufbau eines Gegenangriffes, den Christian Schulz wiederum blocken konnte - doch Delbrück steckte nicht auf und konnte den Ball wenige Zentimeter vor dem Boden doch noch im Spiel halten und den Punkt zu Ihren Gunsten verbuchen.
Auch in den darauf folgenden beiden Ballwechseln konnten die Delbrücker sich behaupten und auf 1:2 Sätze verkürzen.
Im vierten Satz reagierten Fans und Spieler zunächst geschockt und gedanklich wohl noch bei der vergebenen Siegchance aus dem dritten Satz. So das man mit sich sehr schnell einem sieben Punkte Rückstand ausgesetzt sah und Coach Thomas Hähl mit Zuspieler Ronnie Karohs und Aussenangreifer Lars Pickbrenner zwei Stützen auswechselte und für den Tie Break schonte.
Im fünften Satz zeichnete sich dann ein hochspannender und dramatischer Satz ab. Von den Fans frenetisch unterstützt, wurde jeder Punkt der Lüneburger lautstark bejubelt. Dennoch gelang es der DJK Delbrück sich Mitte des fünften Satzes einen drei Punkte Vorsprung zu erarbeiten. Diese drei Punkte waren für die Lüneburger leider nicht mehr aufzuholen. Man kämpfte sich zwar noch einmal nach dem wohl besten Ballwechsel des Spiele und einem Block von Nils Pickbrenner auf 13:14 heran, doch den zweiten Matchball der Delbrücker konnte man nicht abwehren.
Man möchte zunächst meinen eine schmerzliche Niederlage hinnehmen zu müssen. Als Momentaufnahme ist dieses wohl auch korrekt, doch die SVG wird versuchen das Positive aus diesem Spiel mitzunehmen, nämlich zwei gewonnene Sätze im Kampg gegen den Abstieg und die viel wichtigere Erkenntnis, dass an einem guten Tag jeder Gegner in der Liga schlagbar zu sein scheint und man sich auf weitere spannende Abende in der Gellersenhalle freuen darf.
Abschließend gebührt noch einmal unser Dank an die tollen Fans, die diesem Abend fast zu einem unvergesslichen Abend hätten werden lassen - ein schöner und unterhaltsamer Abend war es hoffentlich allemal.
Dem Spieler Julian Heitmann der DJK Delbrück, der im dritten Satz bei einem Hinterfeldangriff umknickte wünschen wir an dieser Stelle eine schnelle Genesung.








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