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2009
Okt
12

Kurze, heftige 0:3-Klatsche

SVG-Volleyballer rufen ihr Potenzial nicht ab

 dub Reppenstedt. Zum Abschluss des Heimspiel-Fünferpacks hätte es mit einem Sieg und dann 6:4 Punkten ein wirklich perfekter Saisonstart werden können. Doch diese Chance verpassten die Zweitliga-Volleyballer der SVG Lüneburg am Samstagabend mit der 0:3-Klatsche gegen den VBC Tecklenburger Land. Die Not war groß in diesem Spiel, in dem SVG-Coach Thomas Hähl bei seiner Mannschaft "Freude, Wille und Intensivität vermisste".

17:25, 16:25, 24:26 - das bisher kürzeste Spiel der noch jungen Saison dauerte ganze 75, netto 63 Spielminuten, dann war der Drops gelutscht. "Solche Spiele gehören dazu", machte SVG-Boss Andreas Bahlburg süß-saure Miene zum bösen Spiel, während der heimische Anhang unter den 360 Zuschauern in der Gellersenhalle lange Gesicher machte und über die Gründe für den schwache Leistung rätselte.

Denn in kaum einer Phase der Partie vermochten die Gastgeber an die starken Leistungen der vorangegangenen Spiele gegen Spitzenreiter Delbrück (2:3) und Warnemünde (3:1) anzuknüpfen. Aber unverhofft kommt oft in dieser Liga; oder hatte jemand am Sonnabend die 0:3-Schlappe Delbrücks gegen Warnemünde auf der Rechnung? Neuer Tabellenführer ist so Bayer Leverkusen, am kommenden Wochenende Gastgeber für die SVG Lüneburg.

Zwar sieht Hähl, der sich Ärger nicht anmerken ließ, sein Team mit 4:6 Punkten im Soll. Doch das Wort "schlecht" dominierte seine Spielanalyse - einschließlich der Beurteilung des in der Tat schwachen Hauptschiedsrichters. "Das Spiel haben wir vom Kopf her verloren", beklagte der Coach, "wir haben keine Einstellung gefunden. Die Annahmen waren schlecht, wir haben schlecht geblockt, zu wenige Aufschlag- punkte gemacht, zu wenig Druck erzeugt."

Ruck zuck in 15 Minuten ging der erste Satz flöten. "Tecklenburg zeigte eine breite Brust, wir nicht", sah Hähl eine ohne Esprit und Mumm aufspielende SVG, die sich oft mit "Notbällen" behalf oder "dumm in den Block gekloppt hat" (Hähl) wie im ebenso fehlerbehafteten Durchgang zwei. Lediglich im dritten Satz wurde es noch einmal spannend: 19:17 führte die SVG, dann flog - symptomatisch - eine Angabe von L. Pickbrenner ins Netz. So bekamen die "Tebus" wieder Oberwasser und hatten das bessere Ende für sich.

SVG: Ficht, Jäger, Karohs, Klee, Koch, Kruse, L. und N. Pickbrenner, Schneider, Schulz, Facklam.

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