Schwarzer Tag für die 1. Damen
Anspruch und Wirklichkeit liegen manchmal weit auseinander, diese schmerzhafte Erfahrung mussten die 1. Damen der SVG Lüneburg am ersten Heimspieltag machen. Am Anfang der Saison wurden die ersten drei Plätze als Ziel ausgesprochen, welches schon am zweiten Spieltag durch die unnötige Niederlage gegen den Aufsteiger aus Buxtehude einen Dämpfer bekam.
Nun sollte beim ersten Heimspieltag der Saison der Beweis erbracht werden, das dies ein einmaliger Ausrutscher war und der Anspruch auf die ersten Plätze durchaus berechtigt ist. Die Vorbedingungen waren leider nicht optimal, da die Libera Malina Waschkau mit Zehenbruch und die Außenangreiferin Dagmar Stotz mit Schulterproblemen nicht zur Verfügung standen. Dagmar Stotz übernahm daher die Funktion der Libera, um die Mannschaft trotzdem mit ihrer wertvollen Erfahrung unterstützen zu können.
Das erste Spiel gegen den Oberliga-Absteiger und Titelaspiranten SV Nienhagen begannen die Damen engagiert und konzentriert. Dagmar Stotz füllte die Position der Libera hervorragend aus und gab der Manchaft die nötige Sicherheit gegen den starken Gegner, welcher im ersten Satz souverän mit 25:14 besiegt wurde.
Danach war es leider erst einmal vorbei mit der Zauberei, Nienhagen drehte fulminant auf und brachte die Abwehr der SVG Lüneburg mit Ihren Angriffen immer wieder in Verlegenheit, während diese keinen passende Gegenantwort parat hatten. So gingen Satz 2 und 3 ziemlich ungefährdet mit 25:17 und 25:14 an Nienhagen.
Erst zum Schluss des vierten Satzes beim Stand von 22:15 für die SV Nienhagen entsannen sich die Lüneburger Damen ihrer kämpferischen Qualitäten und erarbeiteten sich Punkt für Punkt zum 23:24. Leider beendete eine Fehlentscheidung des Schiedsgerichts diese beeindruckende Aufholjagd und der Satz ging letztendlich mit 25:23 ebenfalls an Nienhagen. Am Ende war dieser Sieg für Nienhagen hoch verdient, sie zeigten einfach die konstantere und abgeklärtere Leistung.
Im zweiten Spiel mussten die, natürlich geknickten, Lüneburger Damen gegen das Team Schaumburg antreten, nun sollten wenigstens noch zwei Punkte am Heimspieltag abfallen. Leider mussten die Lüneburger Damen rückenbedingt auf den Einsatz der Regionalliga-erfahrenen Mittelangreiferin Annika Kraft verzichten und zu allem Überfluss verletzte sich die hervorragend agierende Interims-Libera gleich im ersten Satz und die Außenangreiferin Hannah Bischof übernahm fortan diese Position. Bedingt durch die vielen Umstellungen ging der erste Satz mit 25:22 an Team Schaumburg.
Im zweiten Satz fand das neu geformte Team langsam zueinander und konnte diesen problemlos mit 25:19 für sich entscheiden. Der dritte Satz wiederum sorgte für großes Rätselraten und tiefe Sorgenfalten beim Trainer Michael Harms, wurde dieser doch unerklärlicherweise ohne große Gegenwehr mit 25:16 verloren.
Satz vier begannen die Lüneburger Damen dann aber wieder konzentrierter und erarbeiteten sich einen einigermaßen komfortablen Vorsprung. Letztendlich reichte die Kraft und Konzentration aber leider nur noch bis Punkt 22, danach mussten Trainer und Zuschauer hilflos mit ansehen, wie Punkt für Punkt an Team Schaumburg ging, während sich die Lüneburger Damen nur noch einen einzigen Punkt aneignen konnten. So ging auch Satz vier am Ende mit 25:23 an Team Schaumburg.
Nun gilt es, diese Niederlagen zu verdauen und erst einmal das Ziel neu zu definieren. Von der spielerischen Leistung hat die SVG Lüneburg gezeigt, dass sie durchaus in der Lage sind, bei den Spitzenteams mitzuhalten, nur leider fehlt es zur Zeit an der Konstanz und dem nötigen Selbstbewusstsein. Hier wartet noch einiges an Arbeit auf den Trainer der SVG Lüneburg.








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