Auf Messers Schneide
In einer schier unglaublichen Partie konnte sich die SVG Lüneburg vor ca. 380 Zuschauern am vergangenen Samstagabend mit 3:2 gegen den direkten Tabellenkonkurrenten Rumelner TV durchsetzen. Im dritten Satz konnte die SVG Lüneburg dabei beim Stand von 22:24 zwei Matchbäller der Rumelner abwehren und im folgenden Teil des Spieles eine drohende 0:3 Niederlage in einen 3:2 Tiebreak-Erfolg umwandeln.
Ruhig konnte bei diesem Spiel jedoch auch niemand bleiben. Die Rumelner, welche verletzungsbedingt lediglich mit einem sehr kleinen Kader und somit wenigen Wechselmöglichkeiten angereist sind, zeigten zu Beginn des Spiels eine hervorragend kompakte Mannschaftsleistung.
Im ersten Satz konnten die Lüneburger Bundesligavolleyballer, die mit Mischa Urbatzka, Stefan Köhler, Patrick Kruse, Sebastian Neufeld, Michel Schlien, Markus Böckermann und Libero Jannis Koch begannen, zunächst in Führung gehen. Doch bereits bei den ersten Ballwechseln merkte man den Rumelner Spielern ihre Erfahrung auf hohem Niveau an. Konnte die SVG auf Grund der sehr guten Annahme und Abwehr der Rumelner nur mit sehr großem Aufwand und nach langen Ballwechseln punkten, spielten die Rumelner sehr konsequent und hatten wenig Probleme mit dem in der restlichen Liga gefürchteten SVG-Block. „Das haben wir in dieser Saison noch nicht erlebt, dass ein Gegner mit unserem Block so wenige Probleme hat.“, erkennt SVG Pressesprecher Henrik Morgenstern die gute Leistung der Rumelner an. „Mit dem erfahrenen und sehr guten Zuspieler sowie dem überragenden Diagonalangreifer verfügten die Rumelner über zwei für uns in dieser Phase nicht beherrschbare Waffen“, fährt Morgenstern fort. Ein gutes Zuspiel wurde indes im ersten Satz bei der SVG vermisst, was dabei nicht an dem SVG Zuspieler Sebastian Neufeld lag, sondern an einer schwachen Annahmeleistung. Folgerichtig ging der erste Satz mit 20:25 an den Rumelner TV.
Und auch im zweiten Durchgang zeigte sich ein ähnliches Bild. Zwar konnte die SVG Lüneburg stets den Anschluss an die Rumelner halten, doch gefühlt war eine deutliche Überlegenheit der Rumelner auszumachen. Dabei gelang der SVG gleich dreimal der Ausgleich, doch jedesmal hatten die Rumelner die richtige Antwort parat und konnten wieder davonziehen. So kam es, dass die Rumelner beim Stand 24:23 Satzball hatten. Diesen konnte SVG Lüneburg zwar abwehren und sich zwei eigene Satzbälle erkämpfen, doch zwei verschlagene Angriffsbälle sicherten den Rumelnern eine 2:0 Führung. Wer nun jedoch dachte, dass die Moral der Lüneburger gebrochen sei, der irrte sich. Stets einem Rückstand hinterherlaufend ließen die Lüneburger die Rumelner jedoch nicht davonziehen. Und der bis dahin eher blaß wirkende Stefan Köhler sollte im dritten Satz bereits andeuten wozu er in diesem Spiel noch fähig sein sollte.
Bezeichnend jedoch: In der entscheidenden Phase beim 20:21 und 21:22 verschlagen die sonst so sicheren Aufschläger Sebastian Neufeldt und Patrick Kruse ihren Aufschlag. So kam es, dass die starken Rumelner beim Stand von 24:22 zwei Matchbälle hatten und sich eine verdiente 0:3 Niederlage für die Lüneburger anbahnte. Was dann geschah ist sicherlich auch mit einer tollen Moral der Lüneburger zu erklären, aber auch mit einem gewissen Maß an Glück. So konnte der erste Matchball nach einer verunglückten Annahme von dem sonst guten Libero Jannis Koch von Zuspieler Sebastian Neufeldt grade noch im Spiel gehalten werden, und die Rumelner hatten keine Probleme ihren Angriff aufzubauen. Ein guter Passe, ein harter Schlag der Rumelner folgte ein spektakulärer Einerblock von Mischa Urbatzka – Stand 23:24. Noch galt es einen Matchball abzuwehren, doch auch dieses gelang mit dem inzwischen für den Aufschlag eingewechselten Jonathan Ficht – Stand 24:24. Mit zwei sehr platzierten Flatteraufschlägen zwang Ficht die Rumelner dann zu zwei direkten Fehlern und avancierte trotz seiner kurzen Einsatzzeit zu einem der Matchwinner – Satzgewinn SVG 26:24.
Die Rumelner sichtlich konsterniert von dem verschenkten 3:0 Erfolg sahen sich im vierten Satz einer immer stärker spielenden SVG Mannschaft ausgesetzt, die inzwischen einen scheinbar nicht mehr zu bändigen Spielfluss entwickelt hatte. Mit 25:18 gewann die SVG den Satz um die starken Köhler, Urbatzka und den eingewechselten Tennert deutlich.
Wir danken allen SVG Fans für diese fantastische Unterstützung.
Euer SVG Team








.jpg)

