Galavorstellung von Urbatzka sichert 3:1 Erfolg
Lange musste die SVG Lüneburg gegen stark kämpfende Schöneicher kämpfen, ehe sie nach einem nervenaufreibenden dritten Satz den Widerstand der Gäste endgültig brechen konnte und die Weichen für den 3:1 Erfolg stellte.
Großen Applaus gab es dabei von den 450 Zuschauern nach dem Spiel für das Beachduo Markus Böckermann und Mischa Urbatzka, die sich in den kommenden Wochen wie geplant auf die Beachtour vorbereiten werden, aber aller Voraussicht nach auch in der nächsten Saison für die SVG am Netz stehen werden. Mischa Urbatzka lieferte im Spiel gegen die Schöneiche wohl eine seiner besten Leistungen im Trikot der Salzstädter ab und schien an diesem Abend nicht zu stoppen. Nach belieben setzte er sich gegen den ansonsten starken Schöneicher Block durch und trug seinen Anteil zur zwischenzeitlichen Verteidigung der Tabellenspitze bei.
Doch zunächst der Reihe nach. Als Fehlstarter in die Spiele bekannt misslang der SVG auch dieses Mal der Start in den ersten Satz. Mit 0:4 gingen die hellwachen Schöneicher in Führung und bauten diese sogar noch schnell aus, sodass die SVG im ersten Durchgang stets einem Rückstand hinterherlief. Der starke 2,07m große Schöneicher Diagonalangreifer Perlick punktete gegen den Lüneburger Block nach belieben und die SVG wirkte nicht agressiv genug. "Unsere Aufschläge zeigen gut an, wie konzentriert wir zu Werke gehen und im ersten Durchgang haben wir zu schwach aufgeschlagen", machte SVG Co-Trainer Bernd Schlesinger fehlenden Biss bei seinen Spielern aus. Folgerichtig gewannen die Gäste den ersten Durchgang mit 21:25.

Mischa Urbatzka verfügt über einen brutalen Angriffsschlag, der dazu auch noch äußerst platziert ist und führte die SVG so zum Sieg gegen die TSGL Schöneiche
Wachgerüttelt schien die SVG nun im zweiten Durchgang zu sein. Immer wieder gelang es Mischa Urbatzka und dem starken Sven Tennert zu direkten Punkten zu kommen. Zuspieler Sebastian Neufeld gelang nun Dank einer stabileren Annahme eine bessere Passverteilung und so konnte die SVG oftmals auch nach langen Ballwechseln die Punkte einfahren. Sehr deutlich gewannen die Lüneburger diesen Durchgang dann mit 25:14.
Dramatisch wurde es im dritten Satz. Zunächst schien es so, als ob die Lüneburger auch diesen Durchgang gewinnen sollten. Gleich dreimal gelang es den Salzstädtern sich mit drei Punkten abzusetzen, dreimal glichen die Schöneicher wieder aus.

Markus Böckermann (l.) und Mischa Urbatzka bereiten sich von nun an auf die Beachsaison vor und stehen der SVG erst im Herbst wieder zur Verfügung. Auf dem Foto bejubeln Sie ihren letztjährigen Erfolg in der Hamburger Hafencity.
Hoch her ging es dann beim Stand von 23:21 für die SVG. Eine monierter technischer Fehler von Bernd Schlesinger auf Seiten der Gäste ahndete das Schiedsgericht mit der gelben Karten für den Lüneburger Co-Trainer. Somit bekamen die Schöneicher nicht nur den umstrittenen Punkt gutgeschrieben, sondern erhielten wie im Volleyball üblich für die gelbe Karte der SVG einen weiteren Punkt und glichen zum 23:23 aus. Die SVG erkämpfte sich dennoch mehrere Satzbälle, konnte diese jedoch nicht nutzen. Aber auch die Schöneicher konnten ihre zwei Satzbälle nicht nutzen und so schaukelte sich der dritte Satz zu einer Nervenschlacht bis zum Stand von 32:31 für die SVG. Dort brachte dann ein umstrittener Ball die Entscheidung zu Gunsten der SVG Lüneburg und sorgte für Unmut auf Seiten der Schöneicher.
Die Schöneicher sahen ihren Angrif vom Block an die Antenne abprallen. Das Schiedsgericht entschied jedoch darauf, das der Ball direkt die Antenne berührt habe. "Das war eine knappe Entscheidung und vielleicht haben wir in dieser Phase ein wenig Glück gehabt. Hätten wir den dritten Satz verloren hätte das Spiel durchaus auch anders ausgehen müssen. Aber betrachtet man den gesamten dritten Satz war es für die Schöneicher glücklich, dass sie überhaupt noch in die Situation gekommen sind, diesen Durchgang zu gewinnen", versucht SVG Pressesprecher einen neutralen Blick auf diesen Satz zu werfen. Nach dem 33:31 in diesem Satz war die SVG jedoch unbestritten im psychischen Vorteil für den vierten Satz.
In diesen startete die SVG dann auch furios und sorgte schnell für die Vorentscheidung in diesem Spiel. Stets hielt die SVG mindestens einen vier Ounkte Vorsprung und gewann am Ende dank einer guten Leistung diesen Satz mit 25:16. "Insgesamt geht dieser Sieg für uns in Ordnung. Wir haben konstanter gespielt als die Schöneicher, die aber von der spielerischen Anlage definitiv auf Augenhöhe mit uns sind", bilanziert Henrik Morgenstern. Ebenso sah es der Schöneicher Gästetrainer Björn Matthes, der aber auch die Möglichkeit sah für sein Team an diesem Tag "die Punkte mit nach Hause zu nehmen."
Für die SVG geht es nach diesem Erfolg nun am kommenden Wochenende zu dem überraschend erfolgreichen Aufsteiger und langjährigen Erzrivalen aus Regionalligazeiten VSG Ammerland. "In Ammerland ist die Stimmung immer super, da werden wir noch einmal alles geben müssen, ehe wir eine zweiwöchige Spielpause haben", so SVG Pressesprecher Henrik Morgenstern. Zu der Spielpause kommt es auf Grund des DVV Carolinen-Pokalfinales im Gerry-Weber Stadion in Halle (Westfalen). Das nächste Heimspiel steigt am 10.03.2012 gegen die DJK Delbrück. Die Delbrücker spielten dabei am vergangenen Abend fast für die SVG Lüneburg als sie nach einer 2:0 Führung gegen die A!B!C! Wuppertal Titans im Tie-Break 3! Matchbälle vergeben haben.
Verloren hat gegen den Favoritenschreck Rumelner TV der TSV Giesen Hildesheim, der nun mit 10 Minuspunkten langsam aus der Spitzengruppe abfällt. Keine Blöße gab sich die TSG Solingen gegen das VI Frankfurt und bleibt ebenso wie die SVG bei 6 Minuspunkten.
Wir danken allen Zuschauern für einen tollen Abend in der Gellersenhalle und freuen uns auf vier weitere stimmungsgeladene Heimspiele in dieser Saison.
Euer SVG-Team








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